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Johann u. Adelheid Steinmann

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Johann Heinrich Conrad Gottfried Gustav Steinmann (* 9. April 1856 in Braunschweig; † 7. Oktober 1929 in Bonn) war ein deutscher Geologe und Paläontologe. 
Er war erster Direktor der neu errichteten geologisch-paläontologischen Instituts in Bonn.

Er befasste sich vor allem mit der Geologie Südamerikas.
Zu Gustav Steinmanns archäologischen Veröffentlichungen gehört sein Beitrag zum Fundbericht über das Doppelgrab von Oberkassel. 
Darin hat er den Fundort beschrieben, an dem die beiden menschlichen Skelette aus dem Jungpaläolithikum gefunden worden waren.

1886 heiratete er die Frauenrechtlerin und Politikerin Adelheid Steinmann. 



Adelheid Steinmann setzte im Jahr 1900 erfolgreich das allgemeine Frauenstudium in Baden, als erstem Land im Deutschen Reich, durch.
Bis dahin konnten Frauen in Deutschland nur mit Sondergenehmigung studieren oder als Gasthörerin zugelassen werden. 
Voraussetzung für eine Sondergenehmigung war meist die „Beaufsichtigung“ durch einen Ehemann. 
 Preußen ließ erstmals 1908 das Frauenstudium zu.
In der Folge wurde Adelheid Steinmann von 1900 bis 1914 Reichsvorsitzende des Vereins Frauenbildung-Frauenstudium. 
Von der Bildungsfrage verlagerte sich ihr Wirken nach 1908 zunehmend in den politischen Bereich, ein Ziel war das Frauenstimmrecht. Seit dem Jahr 1912 wirkte sie mit Julie Bassermann im Reichsfrauenausschuss der Nationalliberalen Partei. 1918 wurde Steinmann Mitbegründerin der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und deren zweite Vorsitzende. Der erste Vorsitz blieb einem Mann vorbehalten, es war Friedrich Naumann.
In Bonn gehörte Steinmann zu den ersten weiblichen Stadtverordneten Deutschlands.
 
 
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